Der Umbau

YAMLOGO    Mein Eintopf



Der Umbau


logo Das Zündschloss logo Die Sitzbank logo Tacho und Drehzahlmesser




logo Der Motor logo Der Kabelbaum






 
XT Re XT Re Zo XT Li Zo Xt Li
9 10
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12



Die ersten Bilder vor dem Umbau. An dem rechten Gabelholm kann man noch das grüne "Pickerl" erkennen. D.h. das Teil kommt aus Östereich und hat somit auch ein paar PS mehr. Da die Maschinen in Deutschland gedrosselt waren wurden sie mit 19,8 kW (27 PS) bei 6000 U/min (bei älteren Ausführungen 27PS bei 5900 U/min) und die ungedrosselte Version hat 24,3 kW (32 PS) bei 6600 U/min.  

Näheres siehe Technische Daten.



XTXT


Auch interessant ist so ein Östereichischer "Brief" genannt Typenschein. Das ist ein 12 seitiges blaues Heft, ca. 116 mm breit und 153 mm hoch, welches auf den letzten vier Seiten platz hat für behörliche Eintragungen.


XT  Die Maschine sieht ihrem Alter entsprechend aus und wurde so wie sie
  aussieht wohl auch hier und da durchs Gelände gejagt (isse ja auch für
  gemacht). Am Zylinder ist Sie wohl auch ein bisschen undicht, macht aber
  nichts, da der Motor ja eh überholt werden soll. Die Grundsubstanz sieht
  auf alle Fälle mal gut aus.
  Die XT wurde komplett zerlegt und die Teile in einem ausgeklügelten
  System (was gerade noch ohne Computer zu realisieren war) geordnet.
                                                                                     XT    
  Aber mal im ernst...es sind verdammt  viele Teile an der Hüpfe  
  dran.
Vieleicht macht sich ja mal jemand die Mühe die gesamten
  Teile einer Xt 500 Bj. '81 zu zählen, vieleicht hat es ja auch schon 
                                                                      jemand gemacht. Ich für meinen Teil habe entschlossen dies nicht zu tun.


 








Das Zündschloss



Beim Zündschloss habe ich mich selbst durchgewurschtelt, es gründlich gereinigt und wieder zusammen gebaut. Eigentlich müsste ich ein paar Messingplättchen erneuern da Sie schon ein wenig abgenutzt sind. Aber es funktioniert auch noch ohne Sie zu tauschen. Nach dem Reinigen etwas anschmirgeln und gut entfetten und anschliessend schwarz lackieren. Einen neuen Aufkleber drauf, klarlackieren und nach dem trocknen mit Grafit behandeln und wieder zusammenbauen...fertig, für's erste.
Nun aber mal an die wichtigen Dinge...den eigentlichen Umbau.

Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 5



Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 5







Die Sitzbank



Danach ging  es an die Sitzbank. Nach langem hin-und herüberlegen, ob ich einen Bezug bei eBay ersteigere und selbst aufziehe oder ob ich die Bank neu beziehen lasse, entschloss ich mich für letzteres.  Da es ja ordentlich aussehen soll.
Ich entfernte den Sitzbezug und hervor kam ein Neuer in einem anderen Rotton.
Danach entfernte ich auch den zweiten und hervor kam abermals ein roter Bezug.
Also auf ein neues. Ihr werdet's kaum glauben aber nach dem entfernen des dritten Bezug's kam ein schwarzer mit dem original "YAMAHA" Schriftzug.

sitz

  Jetzt wusste ich, ich hab's geschaft. Vier Bezüge auf  
  einer Bank. Nun hies es noch
ca. tausend Tacker-
  klammern entfernen, mit Schraubendreher und Zange,
  was ziehmich auf die Finger ging.
Der Schaumstoff  hatte auch schon etwas gelitten, speziell  am Tank.





schale_schaum

schale

  Danach wurde die Unterschale gewaschen und zur
  Autosattlerei gebracht.
Nach ca. 1Std. war mir klar
  wie ich den neuen Bezug haben möchte. Der
  Schaumstoffkern wurde wieder verwendet jedoch
  musste Er stark bearbeitet werden. Eigentlich wollte ich
  die Sitzbank mit einem Bezug in Karbon- oder
  Aluminiumoptik beziehen lassen.
  Aber der Polsterer riet mir ab da es zu glatt wäre und ich
nur auf dem Sitz rumrutschen würde. Als Bezug kam  dann oben ein rauhes Kunst-
leder und auf der Seite ein glattes.
Das ganze mit einer roten Naht und dem XT  Logo. Natürlich alles Wasserdicht.

                                                                     
















 


Der Tacho und Drehzahlmesser                                                                                                                        
sitzbank























                        
Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
sitzbank2




Wie schon auf der Startseite geschrieben, kann man auf der Website von XToms XT500Homepage  schön erkennen, wie man den Tacho und den Drehzahlmesser zerlegen kann.
Dies brachte mich auf die Idee, dass ich ja die Tacho-und Drehzahlmesserscheibe nach meinen Vorstellungen gestalten kann. Nachdem ich anfangs versucht hatte die Scheiben mit der Airbrush zu bearbeiten und sich dies als sehr fummelig erwies, brachte mich ein Bekannter auf die Idee, dass ich es doch als Folie drucken lassen kann und einfach aufziehen.
drehzahlmesser
  Drehzahlmesserscheibe 
  nach dem Ausbau von
  hinten.
Also nichts wie ran an den Computer und mit einem geeignetem Foto Bearbeitungs- programm den Entwurf für die "Scheiben" gemacht. Es dauerte eine ganze Weile bis ich es so hatte wie ich es mir vorstellte. Danach speicherte ich die Datei auf einem USB-Stick und ging damit zu der Firma ART OF COPY welche glücklicherweise auch noch bei mir um die Ecke liegt. Ich bekam meine Entwürfe auf eine klare Folie gedruckt und versiegelt, so dass Sie Lichtecht und UV beständig sind. Nach einer kurzen Einleitung wie ich die Folie aufziehe habe ich mich zu Hause gleich daran gemacht.
   
Folie
  Hier die Entwürfe
  für den Tacho und den
  Drehzahlmesser.                                                                     

Hier die Drehzahlmesser-
scheibe von vorne.
Abgeschliffen mit 1200er
Nassschleifpapier und lackiert.
drehzahl vorderseite



Die Scheiben wurden weiss lackiert da ich wollte, dass die Ziffern nachts bei Beleuchtung hervorgehoben werden. Ansonsten würde das Gelb der Kunststoff-
scheiben dominieren.



Dann wurden noch ein paar Zeiger aus dem klaren Teil einer alten CD-Hülle gebastelt und das ganze wieder sorgfältig zusammengebaut und montiert.



















tacho drehzahl

Der Motor


Nachdem der Motor zerlegt war wurden die Einzelteile für das Sandstrahlen vorbereitet.

Motor

Dazu sägte ich aus dünnem Sperrholz Abdeckungen für die Öffnungen an Zylinder und Zylinderkopf. Die Ventile lies ich drinnen, da Sie eh erneuert werden.


Nach dem Strahlen wurde alles gründlich mit Druckluft ausgeblasen und zum Lackieren vorbereitet.
Als Lack verwendete ich den sogenannten "Wrinklelack"  von VHT Wrinkle Plus schwarz bis 177°C.
Man kann ihn direkt auf die gereinigte Fläche aufsprühen und danach mit einem Heissluftföhn oder dem Backofen bearbeiten. Ich entschloss mich für den Backofen 1Std. bei 90°C.
Die grösste Schwierigkeit dabei ist den Lack aus der Dose zu bekommen, da teilweise scchon nach einem Sprüher die Düse verrklebt war.  Ich  hatte noch ein paar  große Sprühköpfe  von anderen Dosen übrig, so dass ich genug zum tauschen hatte. 
Ansonsten empfehle ich die Dose auf den kopf stellen und das Treibgas leer spühen und danach zwei Löcher in die Büchs und die Farbe umgefüllt und mit einer Sprühpistole (wenn vorhanden) verarbeiten.

Nach dem trocknen wurden noch die Kühlrippen plan geschliffen und poliert
.
Danach konnte es an den zusammenbau gehen.
Die neuen Ventile wurden eingeschliffen und alles neu abgedichtet.
Zusätzlich wurde noch eine Doppeldirektschmierung eingebaut für die Direkte Schmierung beider Kipphebel und Ventile.
  • dadurch wesentlich geringerer Verschleiß des Ventiltriebs
  • gesenkte Betriebstemperatur durch die Zuführung kühleren Öls  
  • Das Ventilklappern läßt deutlich nach
Der YAMAHA Schriftzug auf dem Seitendeckel wurde vor dem Lackieren poliert und abgeklebt. Dann noch ein paar Kleinteile die ich verchromen lies dran und alle Schrauben durch Edelstahlschrauben ersetzt.
Fertig....fertig für den Einbau.

motor
zylinderkopf

Zylinderkopf nach dem
zerlegen





Zylinder gestrahlt und noch
mit Sperrholzabdeckung
zylinder gestrahlt



VHT Wrinkle Plus

  VHT Wrinkle Plus
  Der Lack der auch bei
  Harley Motoren zum
  Einsatz kommt





zylinderkopf lackiert
Zylinderkopf lackiert und
Kühlrippen geschliffen






             Motorgehäuse Lackiert
motorgehäuse
Der Kabelbaum


Beim Kabelbaum habe ich mir so meine Gedanken gemacht.
Soll ich Ihn so verwenden wie er war...soll ich einen Neuen machen...oder soll ich Ihn einfach nur etwas restaurieren.
Da Er durch mehrere Lagen Isolierband, welche sich schon wieder lösten oder schon gelöst hatten, recht klebrig war und wirklich unschön anzuschauen entschloss ich mich für letzteres.
Etwas Schrumpfschlauch von Conrad, 'ne Schere und 'nen Fön und los ging's.


Kabelbaum vorher
        



 












Zuerst wurden die ganzen alten Gewebeschläuche, Isolierbänder und die Klebereste entfernt und die Kabel  etwas gereinigt.
kabelbaum blank

kabelbaum4

Danach ein Stück Schrumpfschlauch zurecht geschnitten und auf Länge gebracht und mit Hilfe einer Schnur die Kabel durchgefädelt.
Dann mit dem Fön den Schlauch geschrumpft  und die Gummitüllen wieder aufgesteckt.
kabelbaum6




Kabelbaum
FERTIG !

Fortsetzung folgt
                                                                                                                



         

ActiZeit 12:53:51 Donnerstag 20.03.2003